Die Buckfast-Biene

Klosterkirche Buckfast Abbey

Die Buckfastbiene verdankt ihre Entstehung und Entdeckung der verheerenden seuchenhaften Ausbreitung der Tracheenmilbe, die in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts die altenglische Biene völlig ausrottete, obwohl diese gute Landrasse dem englischen Lebensraum über Jahrtausende bestens angepasst war.  Die wenigen überlebenden Völker der Imkerei des Klosters Buckfast ( in der Gegend von Devon ) waren Völker mit Königinnen der lederbraunen Ligustica, auch ligurische Biene genannt, oder Völker mit Königinnen dieser Rasse, die noch mit Drohnen der altenglischen Biene gepaart waren.

Bruder Adam - als Zeuge dieser unerbittlichen Auslese der Natur - erkannte die Chance, die ihm die überlebenden Völker boten. Dabei hob sich ein überlebendes Volk durch eine besondere hohe Honigleistung hervor. Es war ein Volk mit einer ialienischen Königin, die von Drohnen der englischen Landrasse begattet worden war. Dieses Volk vereinigte hohe Leistungsfähigkeit und weitgehende Tracheenmilbenresistenz. Aus diesem Volk entstand die heute allgemein bekannte Buckfastbiene.

 

Bruder Adam Biographie

Wie bereits erwähnt, ist die Buckfastbiene aus einer Kreuzung der altenglischen Biene mit der italienischen Biene ( Ligustica ) entstanden. Die Buckfastköniginnen haben die Eigenschaft der beiden Ausgangsrassen erbtreu in sich summiert: Widerstandsfähigkeit gegen die Tracheenmilbe, Friedfertigkeit, Volksstärke und hohe Honigleistung.

1930 wurden Kreuzungen mit Töchtern einer französichen Königin ( Apis melifica melifica ) aus dem Südwesten von Paris mit Buckfastdrohnen vorgenommen. Diese Kombination erwies sich später als absolut hervorragend. Diese Kreuzungsnachkommen wurden nach strenger Auslese 1940 in den Buckfaststamm übernommen.

Vor der Übernahme dieser Anpaarung wurden und werden die verschiedenen Etappen einer Kombizucht durchgeführt.

Eigenschaften der Buckfastbiene

Die Buckfstbienen entwickeln sich zu sehr starken Völkern, in denen bis zum Herbst ein großes Brutnest unterhalten wird. Dabei besitzen diese Völker eine hochentwickelte Schwarmträgheit. Die Buckfastbienen sind sehr fleißig und haushälterisch mit ihren Vorräten. Sie sammeln kaum Kittharz, sind sehr sanftmütig, sitzen ruhig auf der Wabe und sind sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten. Buckfastvölker sitzen ruhig in der Wintertraube; sie verfliegen sich etwas stärker, deshalb ist für die Leistungskontrolle die Einzelaufstellung erforderlich.

Aufgrund der Volksstärke, des Fleißes und der Schwarmträgheit erzielen die Völker hohe Honigerträge.

Wie sieht die Buckfastbiene aus?

Bei der Zucht der Buckfastbiene fand und findet keine Auslese nach ihren äußeren Kriterien statt, da diese von keiner wirtschaftlichen Bedeutung sind, jedoch bei der Zuchtauswahl nach Leistung sich sehr negativ auswirken kann. Die Zuchtauswahl erfolgt ausschließlich unter dem gesichtspunkt der Leistung und des geringsten Arbeitsaufwandes bei der Betreuung. Darunter ist ein friedfertiges Verhalten bei extrem geringer Schwarmneigung ( bei normaler Betreuung ) zu verstehen.

Buckfastlehrmeister Hans Beer aus Heideck
schön zu sehen der ruhige Sitz der Bienen

Neu: Das Buch über und mit Hans Beer. Thema: Imkern mit angepasstem Brutraum 

Imkern im Einklang mit der Natur. Die Arbeitsweise von Bruder Adam.

Der Leitfaden und Basiswissen für Anfänger und Umsteiger.

Sie haben Fragen zur Buckfast oder suchen eine Königin?

Imkermeister Hans Beer kann Ihnen helfen unter: imkerei_hans.beer(at)web.de

Adresse:

Imkermeister

Hans Beer

Waldhausstr. 23

91180 Heideck/Mittelfr.

Trotzdem zeigt das äußere Erscheinungsbild in einer größeren Variationsbreite ein typisches Merkmal: Die Bienen, Drohnen und Königinnen haben entweder lederbraune Ecken oder bis zu drei lederbraune Ringe - oder aber sie sind dunkel und haben teilweise graue Filzbinden. Flügelindex und andere Merkmalsbestimmungen des Exterrieurs ergeben kein arttypisches Bild.

In einem Buckfastvolk haben 15 bis 90% der Arbeiterinnen, Drohnen und Königinnen lederbraune Ecken oder ein bis drei lederbraune Ringe. Jedoch soll der Anteil der dunklen im Verhältnis zu den lederbraunen gezeichneten Bienen unter 50% tendieren.

Die Zuchtkriterien

Die Zuchtkriterien, nach denen die Buckfastbiene gezüchtet wird, unterscheiden sich grundlegend von denen der Carnicazucht, daraus folgend ist die Betriebsweise eine völlig andere. Dies heißt nicht, dass die Zucht und Haltung der Buckfastbiene aufwendiger und komplizierter ist.

Die Wirtschaftlichkeit der Bienenhaltung hatte für Bruder Adam höchste Priorität. Die große Leistung Bruder Adam`s bestand darin, dass er neben der Züchtung der Buckfastbiene eine Betriebsweise entwickelte, die er erlaubt, eine nach ökologischen Gesichtspunkten geführte Bienenhaltung zu betreiben. Die Ausführungen und Thesen, welche Professor Ludwig Armbruster 1919 in seiner "Bienenzüchtungskunde" niederlegte, waren die wissenschaftliche Grundlage für die Erschaffung der heutigen Buckfastbiene. Armbruster kannte drei Zuchtziele: ein sportliches, ein wissenschaftliches und ein wirtschaftliches.

Armbruster`s Devise lautete: "Erzeugen, sichten, billige Dauerleistung!"

Bruder Adam verfolgte dies vorrangig.

Die Schaffung der Buckfastbiene, also einer damals völlig neuen Bienenrasse war ihm gelungen, weil er verschiedene Zuchtwege beschtritt, um schließlich die gewünschten Eigenschaften im Erbgut der Biene zu festigen.

Praktische Nutzung

Die praktische Anwendung der Zuchtmöglichkeiten: Bruder Adam teilte sie in drei Teile ein

  • Grundlagen der Leistung
  • Leistungseigenschaften von untergeordneter Bedeutung
  • Eigenschaften von betriebstechnischer Bedeutung

Mit einer der Buckfastbiene angepassten Betriebsweise werden die Erkenntnisse der Zucht umgesetzt.

Grundlagen der Leistung

  • Fruchtbarkeit
  • Sammeltrieb
  • Krankheitsfestigkeit
  • Schwarmträgheit

bestimmen die Größe der Beute, die Handhabung, die Völkerzahl, Nutzung der Trachtmöglichkeiten, die Aufstellung der Völker und eine gewisse Wirtschaftlichkeit.

Leistungseigenschaften von untergeordneter Bedeutung:

  • Langlebigkeit
  • Flugkraft
  • Spürsinn
  • Verteidigungssinn
  • Wetter- und Winterfestigkeit
  • Frühjahrsentwicklung
  • Sparsinn
  • Selbstversorgung
  • Anordung der Honigstapelung
  • Bautrieb
  • Polensammeltrieb
  • Rüssellänge

Die Erleichterung der Arbeit an den Bienenvölkern erfordert eine gewisse Beschaffenheit der Beute und der Rähmchen.

Die Langlebigkeit ist entscheidend für das Leistungsvermögen eines Volkes. Flugkraft und Spürsinn bestimmen den Standort der Bienenvölker.

Beim Verteidigungssinn ist ein gutes Mittelmaß anzustreben.

Winterfestigkeit und Frühjahrsentwicklung entscheiden darüber, ob ein Volk seine Leistungskraft vergeudet.

Sparsinn, Selbstversorgung, Honigstapelung und Bautrieb sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Der Pollensammeltrieb eines Volkes kann von Vor- und Nachteil sein. Rüssellänge bestimmt die Nutzung der Trachtpflanzen.

Eigenschaften von betriebstechnischer Bedeutung:

  • Sanftmut
  • Ruhe und Wabensitz
  • Verwendung von Kittharz
  • Wirrbau
  • Reinlichkeitssinn
  • Hochdeckelung
  • Orientierungssinn

sanftmut und wabenstetigkeit beeinflussen das Arbeiten an den Bienen entscheidend.

Die Beschaffenheit von Beute und Rähmchen bestimmt das Maß der Verwendung von Kittharz und besonders von Wirrbau.

Die Intensität des Reinlichkeitssinns beeinflusst das Auftreten von Brutkrankheiten.

Die Hochdeckelung und der Orientierungssinn sind wichtige Faktoren für die Wirtschaftlichkeit eine Bienenvolkes.

wirtschaftliche Nutzung

Die Leistungsprüfung ist die Voraussetzung einer wirtschaftlichen Imkerei, sie ist aber an Voraussetzungen gebunden, die eine auf die Biene zugeschnittene Betriebsweise beeinhalten. Der einteilige Brutraum bietet wesentlich bessere Voraussetzungen als geteilte Bruträume. Die bei uns gebräuchlichen Betriebsweisen sind für eine erfolgreiche Leistungsprüfung nicht geeignet.

Die Beschaffenheit der Beute bestimmt den jährlichen Zeitaufwand bei den Betriebsmaßnahmen am Bienenvolk.

Diese entscheidenden Maßnahmen sind die Anpassung des Brutraumes an die Leistungsfähigkeit eines Volkes, die Entwicklungspflege, die Bauerneuerung, Überwachung der Etragsvölker. Raum geben während der Tracht, umweiseln der Völker im Frühjahr oder Herbst und Wanderung wenn nötig.

Alle diese Maßnahmen entscheiden darüber, ob ein Bienenvolk seine genetische Leistungseigenschaften zeigen kann.

 

Die Entwicklung der Buckfastzucht in Bayern

Der Landesverband Bayerischer Imker hat mit der Einrichtung "Zuchtobmann für Buckfastzucht" ein neues Kapitel innerhalb der DIB Landesverbände aufgeschlagen. In den Augen der Buckfastimker, die seit 20 Jahren und länger die Buckfastzucht in Bayern betreiben, ein längst fälliger Beschluss. 

In den letzten Jahren hat das Interesse an der Buckfastzucht stark zugenommen. Bei den Erwerbs- und Berufsimkern ist die Buckfastbiene längst kein Unbekannte mehr.

Die Haltung der Buckfastbiene in Bayern hat sich in den letzten 30 Jahren abseits der Verbandspolitik entwickelt. Trotzdem wird die Berufs- und Nebenerwerbsimkerei im deutschsprachigen Raum heute überwiegend von dieser Biene bestimmt.

Wie man aus DNM, Dadant mach

wie stellt man am besten sein Rähmchenmaß um. Information von Hans Beer

Dadant Beutensystem

Bauanleitung

Imkern mit Dadant oder wirklich einfach imkern

Rähmchen in Dadantbeute

Bildergalerie

Charles Dadant - der Pionier

Zur Biographie

Wirtschaftlich arbeiten mit der Buckfastbiene

Slideshow

Die Honigernte 2011 mit Dadant

Bildergalerie

Bilder: Andreas Royer

Der Film über Dadant

Bruder Adam und seine Folgen - Ein Imker bei der Arbeit

Bruder Adam und seine Folgen - Honigernte