Vereinsinformationen 2018

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Die Jahresstatistik 2017

Die Zahlen sind etwas rückläufig gegenüber 2016 - Immer noch großartige Besucherzahlen

Die Besucherstatistik weißt auch 2017 großartige Zahlen auf, obwohl es gegenüber dem Jahr 2016 rückläufige Zahlen gab. So hatten wir im letzten Jahr 39822 Besucher auf unserer Homepage, dass sind 5955 weniger als 2016. Bei den Seitenzugriffen hatten wir letztes Jahr 106912 Zugriffe, auch das sind 26292 weniger Zugriffe als 2016. Doch es zeigt, dass wir wieder großes Interesse auf unserer Homepage hatten und dafür möchten wir uns bedanken. 

Forschungsprojekt Bee Warned

Frühwarnsystem für exotische Bienenschädlinge in Bayern, den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

Vorsitzender Helmut Heuberger und Bienenfachwart Alexander Titz beteiligen sich im neuen Jahr beim Forschungsprojekt "Bee Warned". Dazu haben die beiden Imker eine Ausrüstung von Veitshöchheim erhalten um den Beutenkäfer zu erkennen. Seit 40 Jahren ist unsere Honigbiene (Apis mellifera) durch die Varroamilbe (Varroa destructor) erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun wird seit einigen Jahren die Ausbreitung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) und der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Europa beobachtet. Diese Bienenparasiten können ebenfalls enorme Schäden bei Honigbienen verursachen. Zum 01. Mai 2017 startete deshalb ein Forschungsprojekt, um ein bayernweites Frühwarnsystem für beide Schädlinge zu etablieren.

Der Kleine Beutenkäfer stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. Durch Verbringungen von Bienen hat er sich mittlerweile über weite Teile der Welt ausgebreitet. Heute kommt er auf dem amerikanischen Kontinent, Australien und Nord-Afrika vor. In Europa ist er im September 2014 in Süditalien (Provinzen Syrakus und Kalabrien) gefunden worden. Im Juli 2016 hat sich sein Verbreitungsgebiet in die Provinz Cosenza, also 100 km nördlich der bisherigen Sperrzone ausgeweitet. Die Verbreitung dieses Schädlings erfolgt somit sehr rasch und ist schwer erkennbar. Seit dem Auftreten des Kleinen Beutenkäfers in Europa besteht eine erhöhte Gefahr, dass er durch Bienentransporte auch in andere europäische Länder eingeschleppt wird.

Bei günstigen Bedingungen vermehrt sich der Kleine Beutenkäfer sehr schnell. Es genügen einige wenige Käfer, um einem Bienenvolk auf verschiedenen Ebenen großen Schaden zuzufügen. Sowohl der ausgewachsene Käfer, als auch seine Larven ernähren sich von Honig und Pollen aber bevorzugt von Bienenbrut. Er schwächt das Volk und macht eine hygienische Honigernte praktisch unmöglich. Haben die Käfer einen Bienenstock befallen, so ist es meist nicht mehr möglich, sie zu beseitigen.

Ziel des Projekts

Aufbau eines bayernweiten Monitoringsystems zur frühzeitigen Feststellung eines Erstbefalls der beiden exotischen Parasiten in Bayern, sowie die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs bei Verdachtsfällen und bestätigtem Befall.

Monitoring

Zum Aufbau eines flächendeckenden Monitorings werden sogenannte Sentinel-Imkereien etabliert. Durch regelmäßige Kontrollen in die Bienenvölker eingelegter Fallen und durch gezielte Beobachtungen am Bienenstand sollen die Sentinel-Imkereien das Auftreten dieser exotischen Bienenschädlinge in einem frühen Stadium erkennen. Diese Daten werden von den Sentinel-Imkereien regelmäßig im Internet aktualisiert. Bei Auftreten eines der beiden exotischen Schädlinge greift ein mit den Veterinärbehörden abgestimmter Massnahmenkatalog.

Die Projektleitung hat Dr. Stefan Berg und der Projektbeauftragte ist Dr. Nicole Höcherl.